Wochen des Weissen Goldes in Selb

Geschrieben von porzelliner am 3. Juli 2010 | Abgelegt unter Porzellanstadt Selb

23. “Wochen des Weißen Goldes” vom 04. Juli bis 15. August 2010

Zum 23. Mal finden heuer in Selb die “Wochen des Weißen Goldes” statt. Feierlich eröffnet werden sie am Sonntag, 04. Juli 2010, um 11 Uhr vormittags, im Rosenthal-Theater Selb. Mittelpunkt der “Wochen des Weißen Goldes” ist die Porzellanpräsentation “Weißes Gold – Porzellan erleben” im Rosenthal-Theater.

Ungebrochen groß ist das Interesse an dieser aufwändigen und vielfältigen Präsentation, die in dieser Form einmalig ist. Alleine die Ausstellung im Rosenthal-Theater hat jedes Jahr etliche tausend Besucher. Und groß ist auch das Interesse aller, die an der Konzeption der Veranstaltung beteiligt sind, sonst würden die “Wochen des Weißen Goldes” in Selb nicht seit 1988 ununterbrochen stattfinden.

Die Ausstellung “Weißes Gold – Porzellan erleben” im Rosenthal-Theater wird von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet und wird wieder dazu beitragen, dass auch in diesem Jahr von einem “Sommerloch” in Selb nichts zu spüren sein wird. Neben vielen Veranstaltungen im Theater und im ganzen Stadtgebiet gibt es Events und Sonderausstellungen.

Der Eintritt zur Eröffnung der “Wochen des Weißen Goldes” und zur Ausstellung “Weißes Gold – Porzellan erleben” im Rosenthal-Theater ist frei. Ein Besuch in Selb lohnt immer, besonders aber während der “Wochen des Weißen Goldes”!

Sonderausstellung im Rathaus Selb – Porzellane der Kunstabteilung Rosenthal – Zusammengestellt von der Kuratorin Petra Werner

Video zur Ausstellung Koenigstraum und Massenware Selb

Geschrieben von porzelliner am 23. Juni 2010 | Abgelegt unter Porzellan 2010, Porzellanstadt Selb

Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie auch unter www.porzellangeschichte.de

Porzellanflohmarkt Selb – 07.August 2010

Geschrieben von porzelliner am 15. Juni 2010 | Abgelegt unter Porzellanstadt Selb

Vorankündigung – Europas grösster Flohmarkt für Porzellan findet statt am 07. August 2010 in der Porzellanstadt Selb. Die Koordination wird durch das Forum Selberleben durchgeführt. Anmeldungen wurden bis zum 16. April durch die Betreiber Forum Selberleben entgegen genommen.

Der Porzellanflohmarkt in Selb ist ein Ereignis für viele Liebhaber und Sammler des weißen Goldes. Es sind bei weitem nicht so viele Stellplätze vorhanden wie Anmeldungen. In den Jahren zuvor waren ca. 300 Stellplätze in der Innenstadt und am Factory In vergeben.

Der Countown läuft und die Tage bis zum Ereignis Porzellanflohmarkt Selb werden gezählt. Viele Besucher nutzen die Tage um auch in den umliegenden Werksverkäufen von Rosenthal, Hutschenreuther, Villeroy & Boch und Arzberg einzukaufen. Auch ein Besuch der Ausstellung Königstraum und Massenware in Selb und Hohenberg ist mit Sicherheit eingeplant.

Die Hotels und Pensionen sind am Tag der Porzelliner seit langem ausgebucht und viele Besucher und Händler werden, wenn Sie nicht rechtzeitig gebucht haben, im weiteren Umkreis von Selb eine Übernachtung suchen müssen.

Seit 2009 findet auch am Sonntag ein “kleiner Porzellanflohmarkt” in der Innenstadt statt. Ausgesuchte Händler und private Anbieter werden durch das Forum Selberleben für diesen Tag ausgewählt. Wie diese Auswahl stattfindet, entschliesst sich meiner Kenntnis.

Neben dem eigentlichen Ereignis “Porzellanflohmarkt” wird es wie in den Jahren zuvor ein buntes Rahmenprogramm geben. Verschiedene Bands, Biergarten und natürlich typische oberfränkische Spezialitäten werden den Gaumen erfreuen. Die Wochen des Weißen Goldes im Rosenthal Theater sind ein weiterer Höhepunkt. In der Ausstellung “Weißes Gold – Porzellan erleben” zeigen die regionalen Porzellanfirmen und Manufakturen ihre neuesten Produkte.

Kunstabteilung für Porzellan geschlossen

Geschrieben von porzelliner am 11. Juni 2010 | Abgelegt unter Porzellanstadt Selb

Kunstabteilung für Porzellan geschlossen

Selb – Die Hutschenreuther – Kunstabteilung, deren Mitarbeiter im Jahr 2000 von der Rosenthal AG übernommen worden waren, ist seit 31. Mai geschlossen. 13 Beschäftigte verlieren damit ihren Arbeitsplatz. Die Berufswelt und langjährige Kultur der Former, Modelleinrichter, Formgießer und Kunstmaler geht damit, zumindest in Selb, verloren. Direktor Emil Mundel hatte die Kunstabteilung der Lorenz Hutschenreuther AG gegründet. Er kaufte erste Entwürfe vom damaligen Leiter der 1908 gegründeten Fachschule für Porzellankunst, Professor Fritz Klee. In der Nachkriegszeit waren es vor allem Hans Achtziger und Gun- ther R. Granget, deren Schaffenskraft eine Fülle von neuen Figuren entstehen ließ. Seit der Gründung der Kunstabteilung haben etwa 100 Bildhauer mehr als 2000 Entwürfe geschaffen. 6000 figürliche Darstellungen von Menschen und Tieren wurden als Miniaturmodelle entworfen und kunsthandwerklich hergestellt. Einzig in Japan und unter wenigen Sammlern fanden die Figuren noch Absatz. Die verbliebene Weißware wird in Sonderaktionen abverkauft.

Quelle: www.frankenpost.de

Das Vermächtnis des Porzellankönigs

Geschrieben von porzelliner am 5. April 2010 | Abgelegt unter Porzellanstadt Selb

Vermächtnis des Porzellankönigs

Vermächtnis des Porzellankönigs

Selb-Erkersreuth – “Das ist wie mit dem Philip hinter der Queen.” Beate Reichel, langjährige enge Vertraute, Lebensgefährtin und Assistentin des Vorzeigeunternehmers und Abenteurers Philip Rosenthal, stand ein halbes Leben lang im Schatten dieses großen Mannes. Eben wie der Gemahl der englischen Königin. Heute, neun Jahre nach dem Tod des Sozialdemokraten, hütet die Frau, die nach fünf Ehen des Unternehmers ohne Trauschein mit ihm zusammenlebte, das Vermächtnis Rosenthals wie den Heiligen Gral.
Die Herrin von Schloss Erkersreuth wohnt in einem Teil der 1000 Quadratmeter umfassenden Räume, in denen sich das gesamte Lebenswerk des berühmten Porzellankönigs widerspiegelt. Und in seinen Privaträumen spürt man zu meinen: Rosenthal ist eben nur mal zur Tür raus.
“Ich habe mein Leben seinem stets untergeordnet”, erzählt Beate Reichel im Gespräch mit der Frankenpost. 43 Jahre lang war sie “Rosenthalerin mit Leib und Seele” – seit der Insolvenz ist sie arbeitslos. Sie bewohnt die Privatgemächer – ein Gesamtkunstwerk – des charismatischen Frauenschwarms, hat hier testamentarisch verfügtes Wohnrecht auf Lebenszeit. “Ich bin jeden Tag dankbar dafür”, erklärt die zurückhaltende 60-Jährige, die seit dem Tod Rosenthals rein gar nichts verändert hat in dem historischen Gemäuer. Noch heute nimmt sie sich zurück, lässt seinen Geist wirken. Bis auf die Vase der Designerin Pieke Bergmans – natürlich von Rosenthal – auf dem hochglänzenden weißen Tisch in der “weißen Küche”. “Philip hätte das nicht gefallen”, weiß Beate Reichel und deutet auf die lilafarbene Orchidee in der Vase. “Er war ein Minimalist.”

Quelle: Artikel lesen auf www.frankenpost.de

Kunstnacht 13.-14.März in Selb

Geschrieben von porzelliner am 6. März 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Porzellanstadt Selb

Atelier Harry Beierl Factory Inn

Atelier Harry Beierl Factory Inn

Kunstnacht | Bei der zehnten Auflage am 13. März wird viel Neues gezeigt: Neben dem Gesamtkunstwerk Schillerstraße lockt die Off-Off-Atmosphäre in den Untergrund.Selb – Mit einigen Premieren wartet die Kunstnacht am 13. und 14. März zu ihrem Geburtstag auf. Nicht nur dass man mit einer bisher noch nicht da gewesenen Teilnehmerzahl antritt, wie Olaf Dräger stellvertretend für die Organisatoren laut einer Pressemitteilung stolz bekannt gab. Es haben sich einige Teilnehmer auch Besonderes einfallen lassen. So wird der Objektkünstler und Lichtdesigner Erwin Otte die Porzellanstadt entlang der Schillerstraße in farbiges Licht tauchen. Und Tom Rucker, der ihn darum bat, ist sich sicher: “Das wird eine erstklassige Sache!”
Das Kino stellt in diesem Jahr die Grenzlandfilmtage (GFT) noch einmal ins Rampenlicht. “Wir wollen zeigen, was für ein tolles Festival wir mit den GFT hier in Selb haben und bieten deshalb die Möglichkeit, Kurzfilme von 2009 noch einmal anzuschauen. Einfach nur leise ins Kino setzen und zugucken so lange man möchte”, lädt Cilli Langhans vom Kino-Center die Bevölkerung ein. Sie will somit den Besuchern die Möglichkeit geben, das Verpasste nach- und sich gleichzeitig Geschmack auf das diesjährige Festival zu holen. Das wiederum wird unterstützt durch eine gleichzeitige Fotoausstellung im Kino.
Das Porzellanikon bindet zur Kunstnacht auch eine Künstlerin türkischer Herkunft mit ein. Wie die Pressechefin des Porzellanikons, Gabi Dewald, erklärt, arbeitet die Künstlerin Gülsefa Vural im Museum und kam auf die Veranstalter zu. “Das ist es, was Olaf Dräger mit ,Entdeckungen’ meinte, die die Selber Kunstnacht schon öfter mit sich brachte: Wenn sich Hobbykünstler einfach trauen und mitmachen”, so Frau Dewald in der Mitteilung. Erst seit zwei Jahren arbeitet Gülsefa Vural mit der traditionellen Marmoriertechnik, die ihre Blüte im 15. Jahrhundert im Osmanischen Reich hatte. Die kunstinteressierte Selberin forschte bei einem Urlaub in ihrem Heimatland und widmet sich seither der komplizierten, farbenprächtigen Ebru-Malerei. Im Porzellanikon zeigt sie zur Kunstnacht 30 ihrer Werke.
In gänzlich andere Welten kann man eintauchen, wenn man während der Kunstnacht “abtaucht”. Und zwar in einen Ort, auf den man in Kunstnachtzusammenhängen wohl nicht so leicht käme: Ins Parkhaus der VR-Bank Fichtelgebirge nämlich. Und doch passt der ungewöhnliche Ort mit seiner Off-Off-Atmosphäre vorzüglich zu den Bildern, die der Fotograf Manfred Jahreiß dort zeigen wird: “Nächtliche Impressionen aus Peking und dem Rest der Welt” nennt er seine Großpräsentation.
Die Organisatoren sind begeistert, nicht nur von der Vielfalt, sondern eben auch von der Qualität der Kunstnacht-Beiträge: “Einem zehnten Jubiläum absolut würdig!”, befindet Olaf Dräger zufrieden.

Kunstnacht | Bei der zehnten Auflage am 13. März wird viel Neues gezeigt: Neben dem Gesamtkunstwerk Schillerstraße lockt die Off-Off-Atmosphäre in den Untergrund.Selb – Mit einigen Premieren wartet die Kunstnacht am 13. und 14. März zu ihrem Geburtstag auf. Nicht nur dass man mit einer bisher noch nicht da gewesenen Teilnehmerzahl antritt, wie Olaf Dräger stellvertretend für die Organisatoren laut einer Pressemitteilung stolz bekannt gab. Es haben sich einige Teilnehmer auch Besonderes einfallen lassen. So wird der Objektkünstler und Lichtdesigner Erwin Otte die Porzellanstadt entlang der Schillerstraße in farbiges Licht tauchen. Und Tom Rucker, der ihn darum bat, ist sich sicher: “Das wird eine erstklassige Sache!” Den ganzen Beitrag lesen »

Künstler der Studio Linie Rosenthal

Geschrieben von porzelliner am 31. Januar 2010 | Abgelegt unter Porzellanstadt Selb

Nur bei Picasso klappte es nicht

Erinnerungen | Dietrich Müller, der ehemalige Sprecher des Vorstandes von Rosenthal, hat mit vielen namhaften Künstlern zusammengearbeitet. „Wenn man an Grenzen rüttelt, bringt man alle voran“, sagt er über die herausfordernden Aufgaben. Von Elfriede Schneider

Selb – Als 1971 in Persien das 2500. Jubiläum des Reiches ansteht, will der Schah seine Gäste auf einem besonderen Porzellan bewirten. Er lässt bei verschiedenen Firmen anfragen und bestellt schließlich ein Geschirr aus Selb. Rosenthal wird die Teller und Schüsseln entwerfen, auf denen die Gäste aus aller Welt speisen.

In der Unternehmensgeschichte von Rosenthal ist dieser Auftrag ein Meilenstein. “Der Schah machte so gut wie keine Vorgaben”, erinnert sich Dietrich Müller, früherer Sprecher des Vorstands bei Rosenthal. “Er wollte nur, dass man auf den Tellern die ganze Herrlichkeit Persiens spürt.” Ein gewaltiger Anspruch und eine große Aufgabe. Rosenthal beauftragt den Bildhauer Björn Wiinblad mit dem Entwurf. Dieser hat für Rosenthal mit seiner Form “Zauberflöte” bereits die Grenzen des Machbaren ausgelotet. “Bei der Form ,Zauberflöte’ waren wir schnell an den Punkt gekommen, an dem es hieß: ,Das geht nicht’ “, erzählt Müller. “Die Teller haben extrem flache, dünne Ränder, die beim Brennen immer und immer wieder rissen.” Dank des enormen Könnens und des Qualitätsbewusstseins der Modelleure und einem extra entwickelten Brennverfahren habe es Rosenthal geschafft, die Herausforderung zu meistern. Das Umfeld für solche Wagnisse sei in jenen Jahren angesichts der Experiment.

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Eine echte Expertin in Sachen Schönwald

Geschrieben von porzelliner am 5. Januar 2010 | Abgelegt unter Porzellanstadt Selb

Andrea Hanold hat in enger Zusammenarbeit mit dem Porzellanikon ein Buch über die Geschichte der Industrie ihres Heimatortes geschrieben.

Schönwald – Für Bürgermeister Robert Frenzl ist das erste Buch von Andrea Hanold ein Standardwerk zur Geschichte der Stadt Schönwald und ein besonderer Höhepunkt, was die Aufarbeitung der heimischen Industriegeschichte angeht. Für Rudolf Stich, Mitarbeiter in der Produktentwicklung der Porzellanfabrik Schönwald, ist das Buch ein “Nachschlagewerk, das seinesgleichen sucht und über das die Porzellanfabrik Schönwald sehr glücklich ist”. Für Wilhelm Siemen, Direktor des Porzellanikons und Herausgeber der Schriftenreihe, ist es ein “lebendiges Dokument, das die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Ortes einem großen Kreis zugänglich macht”. Für Andrea Hanold ist es einfach die Verwirklichung eines Traumes.

Unter dem bewusst bescheidenen Titel “Geschichte der Porzellanindustrie in Schönwald” hat sie nicht nur Grundlagenforschung betrieben, sondern auch das bis heute bestimmende Kapitel der Schönwalder Geschichte in mühsamer Kleinarbeit dokumentiert und lesenswert und spannend zusammengefasst. Ein Projekt allerdings, das sich über einige Jahre hinzog. Das Buch Geschichte der Porzellanindustrie in Schönwald kann über das Porzellanikon bezogen werden (18.- EUR)

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Porzellanmalerei Sack & Voit

Geschrieben von porzelliner am 18. Oktober 2009 | Abgelegt unter Bodenmarken, Porzellanstadt Selb

Porzellanmalerei Sack & Voit - Marke 1898

Marke 1898

1898 Gründung der Porzellanmalerei Sack & Voit in Selb-Plössberg; Gegründet 1898 – erloschen 1920. Die Porzellanmalerei Sack & Voit wurde durch Georg Sack in Selb-Plössberg, nahe der Porzellanfabrik Bahnhof Selb gegründet. Stiller Teilhaber war sein Schwiegervater R. Voit aus Selb. Es wurden überwiegend Gebrauchsgeschirre bemalt unteranderem für den Hotel- und Gastronomiebereich. Vorliegend ein Porzellangeschirr mit Logo des Hotel Löw in Asch.

Für die Rosenthal AG wurden Figuren staffiert und kleinere Aufträge angenommen. Es existierte ein Aussenlager in Köln und Berlin Kreuzberg. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise ging das Unternehmen im Jahre 1920 in Konkurs. Georg Sack verstarb 1920 im Alter von 50 Jahren.

Kurzporträt Rosenthal AG

Geschrieben von porzelliner am 13. Oktober 2009 | Abgelegt unter Porzellanstadt Selb

Rosenthal AG: 120 Jahre Unternehmensgeschichte

Die Rosenthal AG wurde 1879 als Porzellanfabrik Philipp Rosenthal & Co. im ober fränkischen Erkersreuth bei Selb von Phi lipp Rosenthal sen. gegründet. Ursprung des Unternehmens war die Dekoration zugekaufter Weissware. Nach ersten wirt- schaftlichen Erfolgen entschied sich Philipp Rosenthal sen. 1891, selbst Porzellan herzustellen. 1929 beschäftigte das Unternehmen in seinem 50. Gründungsjahr rund 7000 Mitarbeiter und verfügte über zahlreiche Produktionsbetriebe in Deutschland und Vertriebsniederlassungen im In- und Ausland.

Die Marke “Rosenthal” war weltberühmt. Das “Dritte Reich” bedeutete auch für die Rosenthal AG eine Zäsur. Philipp Rosenthal sen. musste wegen seines jüdischen Bekenntnisses 1934 aus dem Unternehmen ausscheiden. Kurze Zeit später wurde er auf Druck der Nationalsozialisten entmündigt. Er starb 1937 im Alter von 82 Jahren.

Neuanfang unter Philip Rosenthal jun.

Nach Kriegsende trat der Sohn des Firmengründers, Philip Rosenthal jun., in die Rosenthal AG ein. Er war zunächst als Wer beleiter tätig. 1950 wurde er in den Vorstand der Rosenthal AG berufen. Von 1958 bis 1981 prägte Philip Rosenthal jun. als Vorstandsvorsitzender die Weiterentwick lung der Rosenthal AG. Bis 1989 blieb er dem Unternehmen als Vorsitzender des Aufsichtsrats verbunden. Unter seine Führung entwickelte sich Rosenthal zu ei- nem führenden Unternehmen im Bereich Design und Kunst. Als Unternehmer und Politiker setzte er sich vehement für eine Beteiligung der Mitarbeiter am Betriebskapital ein. Philip Rosenthal starb am 27. September 2001.

Im Focus 2009

Unter dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Ottmar C. Küsel beschritt die Rosenthal AG in den 90er Jahren eine Phase der Konsolidierung. Diverse Produktionsstätten der Rosenthal AG in Deutschland wurden geschlossen oder verkauft. Produktion und Verwaltung wurden modernisiert und optimiert. Das Produktspektrum wurde aufgrund der Anforderungen des Weltmarktes internationaler ausgerichtet. Im Jahre 2008/2009 wurde das Unternehmen Insolvent und musste Konkurs anmelden. Im Juli 2009 wurde Rosenthal in den Konzern des italienischen Besteckherstellers Sambonet Paderno eingegliedert und hatte zuletzt ca. 900 Arbeitsplätze in Oberfranken.

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