Das noröstliche Oberfranken und die nördliche Oberpfalz waren die eigentliche Heimat der bayerischen Porzellanindustrie. Die Ostbayerischen Gebirge vom nördlichen Franken bis zum südlichen Böhmerwald bestehen aus Granit-Urgestein, liefern also die Werkstoffe für Bayerns bekanntesten Exportartikel. Die wertvollsten Kaolinlager Europas liegen allerdings im nördlichen Randgebiete Böhmens. Als sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts Bayerns grosse Porzellanfirmen in seiner nordöstlichen Landesecke entwickelten, war es noch ein leichtes, Porzellanerde zusätzlich aus dem befreundeten Kaiserreich Österreich, wozu Böhmen gehörte, zu beziehen. Bayerische und böhmischer Werkstoff – nahe beieinander gelegen – bildeten also den Hauptgrund zum Aufbau der Porzellanindustrie in oberfränkisch-oberpfälzischen Landen.

Diese überraschen uns auch mit ihrem Waldreichtum. Schon die Namen der einzelnen Gebirgszüge, die nur in ihren höchsten Gipfeln die 1000 m Grenze überschreiten, lassen auf Holzfülle schliessen. Holz aber bildete ursprünglich das fast ausschliessliche Brennmaterial für die Öfen der Porzellanindustrie, ehe die Kohle den Vorrang übernahm und der elektrische Strom von den Hochspannungsnetzen bezogen werden konnte. Den ganzen Beitrag lesen »